Zitat:Wo ist Ronja?
Eine Pferdebesitzerin aus Dorsten (Nordrhein-Westfalen) sucht ihr Pferd Ronja. Ihren Angaben nach, hatte sie die Stute und einen Wallach einer Pferdehalterin in der Einheitsgemeinde Morbach geschenkt. Als sie die Tiere, die dort ihren Lebensabend verbringen sollten, besuchen wollte, hieß es, sie seien tot. Doch inzwischen ist der Wallach wieder in Dorsten.
Gesucht: Stute Ronja. Foto: privat
Morbach. (urs) Janine Powils gibt die Hoffnung nicht auf. Die Pferdebesitzerin aus Dorsten (Nordrhein-Westfalen) ist überzeugt, dass ihr Pferd Ronja noch lebt. Denn auch der Wallach, den sie mit der Stute einer Pferdehalterin in der Einheitsgemeinde Morbach geschenkt hatte, sollte bereits tot sein. Nach Recherchen im Internet war es Powils jedoch gelungen, den Wallach zurückzukaufen.
Eine Reiterin hatte sie informiert, das gesuchte Tier bei der Morbacher Pferdehalterin gekauft zu haben. Dem Wallach gehe es zunehmend besser, so die 24-Jährige, die beide Tiere in bester Obhut gewähnt hatte. Und zwar auf einem Hof, dem sie die Pferde laut vertraglich vereinbarter Schenkung anvertraut hatte. Allerdings sollten die Tiere, die sie aus Zeitmangel abgegeben habe, nicht weitervermittelt werden, sondern dort ihren Lebensabend verbringen. Überzeugt, dass auch Ronja noch lebt, hat sich Powils an die Presse gewandt.
"Wir wollen unsere Stute Ronja wieder haben", schreibt sie in einer E-Mail an den Trierischen Volksfreund. Die Morbacher Pferdehalterin (Name ist der Redaktion bekannt) teilt auf Nachfrage jedoch mit, das Tier sei krank gewesen. Daher habe sie sich entschieden, es töten zu lassen. Powils hofft dennoch, dass die Stute, die inzwischen wohl auf den Namen "Molly" höre, noch lebt. Was sie darin bestärkt, sind widersprüchliche Aussagen, die sie im Laufe ihre Recherchen zusammengetragen hat.
So habe ein Pferdeschlachter aus dem Raum Trier ihr gegenüber gesagt, er könne sich an die Stute nicht erinnern. Jemand anderem gegenüber habe der gleiche Schlachter jedoch gesagt, er habe die Stute an einen Hof mit Schulreitbetrieb in der Nähe von Trier transportiert. Ein weiterer Halm, an den sich Powils klammert, ist der, dass sie bisher keine Abdecker-Rechnung erhalten hat. Laut Schenkungsvertrag hätten die Kosten ihr noch nach Jahren berechnet werden können. Einen Schlachtnachweis habe sie bisher ebenfalls nicht gesehen. Die Morbacher Pferdehalterin lehnt es auf Nachfrage jedoch ab, den Tod des Tieres mit "Sterbeurkunde oder Schlachtbescheinigung" zu belegen. Die Dokumente könne sie auch nicht rausgeben - sie seien als "Beweismittel bei der Staatsanwaltschaft".
Nach Auskunft der Morbacher Polizei liegt der Staatsanwaltschaft zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nichts vor. Die Unterlagen seien noch nicht an die Staatsanwaltschaft verschickt, sodass diese auch noch nicht ermittle. Aktuell liegen der Polizei drei Anzeigen vor. Eine der Morbacher Pferdehalterin gegen eine Reiterin, die eines der Pferde "unterschlagen", also unrechtmäßig behalten haben soll. Zum anderen habe Powils die Pferdehalterin wegen Betruges angezeigt und die Pferdehalterin wiederum Powils wegen übler Nachrede im Internet.
Quelle:
http://www.volksfreund.de/totallokal/hochwald/aktuell/Heute-in-der-Hochwald-Zeit...